Energieaudit

Im Rahmen eines Energieaudits werden Daten über die Energienutzung erhoben und Vorschläge zur Verbesserung der Energieeffizienz ausgearbeitet. Große Unternehmen sind durch das EEffG seit Jänner 2015 gesetzlich gebunden, entweder ein Energie-/ Umweltsystem einzuführen (mehr Details dazu gibt es unter ISO 50.001 und externes Energiemanagement) oder mindestens einmal alle vier Jahre ein Energieaudit durchzuführen. Nach §17 EEffG darf ein Energieaudit nur von gelisteten Auditoren durchgeführt werden.
Ein Energieaudit basiert auf aktuellen, gemessenen, belegbaren Betriebsdaten zum Energieverbrauch und umfasst alle eingesetzten Energieträger sowie wesentliche Energieverbrauchsbereiche. (Wesentlich bedeutet in diesem Fall einen Anteil von mindestens 10% am Gesamtverbrauch.)

Phasen eines Energieaudits:

  • Auftaktbesprechung – In der Auftaktbesprechung werden Ziele, Anwendungsbereich, Grenzen und Tiefe des Energieaudits kommuniziert, betroffene Angestellte identifiziert und Ansprechpartner definiert.
  • Datenerfassung – Hier erfasst der Auditor unter anderem Daten wie Systeme, Prozesse und Einrichtungen, die Energie verbrauchen und charakteristische Merkmale, des/der betroffenen Objekte(s).  
  • Außeneinsatz – Unter Außeneinsatz fällt eine Inspektion des/der zu prüfenden Objekte(s) und eine Evaluation des Energieeinsatzes des-/ derselben.
  • Analyse – In dieser Phase geht es darum die Ist-Situation in Bezug auf die energiebezogene Leistung festzustellen, um so Verbesserungspotenzial aufzudecken. Die möglichen Verbesserungen werden anschließend auch hinsichtlich ihrer Kosten und ihres Nutzen bewertet.
  • Berichterstellung – Im Energieauditbericht werden Anforderungen, Messdaten und mögliche Maßnahmen zusammengefasst. Auch die Qualität der Daten, ihr Beitrag für die Analyse, der Weg zur Ermittlung der Ergebnisse sowie eventuell aufgetretene Schwierigkeiten werden festgehalten.
  • Abschlussbesprechung – Die Abschlussbesprechung dient der Präsentation der Ergebnisse des Energieaudits. Hier werden die Ergebnisse detailliert erklärt und der Energieauditbericht übergeben. Außerdem wird eine mögliche Nachbereitung besprochen.

Benötigte Daten und Unterlagen im Überblick:

  • Gebäudepläne (Fläche)
  • Eigentumsverhältnisse
  • Energieverbräuche (Lastgangdaten)
  • Energierechnungen / Energielieferverträge
  • Technische Schemata
  • Verfahrensanweisungen / Prozessbeschreibungen
  • Geräteliste mit Betriebsstunden und Anschlussleistungen
  • Wenn vorhanden GLT Parameter und Einstellwerte
  • Mitarbeiter Anzahl
  • Kennzahlenbildung Kennwerte
  • Bereits getätigte Energieeffizienzmaßnahmen
  • Mögliche Messungen
  • Interne Richtlinien und Normen