ISO 50.001 Grundlagen des Energiemanagements: Teil 2

Welche Vorteile bringt ein Energiemanagementsystem?

Durch die Verbindung ökologische und ökonomischer Anforderungen in einem gemeinsamen Managementkreislauf entsteht ein System mit einem laufenden Optimierungs- und Verbesserungsprozess.

Energiekosten

Ein jedes Unternehmen kann nur dann wirtschaftlich überleben, wenn die Aktivitäten effektiv und effizient gesetzt werden. Ein Energiemanagementsystem wirkt sich auf beide Parameter aus. Denn die gesetzten Ziele in Energieprogrammen können effektiv und effizient erreicht werden.

Erfahrungen zeigen, dass jedes Unternehmen durch ein Energiemanagementsystem seine laufenden Kosten senken kann. Die Kostenersparnis liegt in den meisten Fällen weit über den Einsparungen der reinen Energiekosten. So reduzieren sich zum Beispiel die Wartungs- und Instandhaltungskosten in vielen Fällen. Bei den Betrachtungen sind daher die sich ergebenden Reduktion des Personalaufwandes von Mitarbeitern und von Wartungs- /Instandhaltungsfirmen zu berücksichtigen.

Beispiel Leuchtmittel: So müssen neuere Leuchtmittel seltener getauscht werden und reduzieren den Personalaufwand. Gleichzeitig ist die Verschmutzung um das Leuchtmittel geringer, da es zu weniger Wärmeentwicklung und somit Staubanfall bei dem Leuchtmittel kommt. Der Bereich muss seltener frisch ausgemalt werden.

Unternehmen, die ein aktives Energiemanagementsystem leben, haben die Sicherheit, den Energieverbrauch und die damit verbunden Kosten auf ein Optimum zu senken. Durch einfache Maßnahmen lassen sich oft die Energiekosten um bis zu 20 Prozent senken. Größere Investitionen in eine effizientere Nutzung der Energie haben zwar mitunter längere Amortisationszeiten, ermöglichen aber noch höhere Einsparungen.

Besonders wichtig ist bei Neuplanungen und Umbauten auf die Energiekosten einzugehen.

Umweltbelastungen

Die  heutige  Nutzung  der  Energieressourcen  hat  weitreichende  Auswirkungen  auf  unseren Lebensraum.  Am  stärksten  ist  die  Diskussion  im  Bereich  der  CO2 Emissionen  und  der Atomenergie. Aber  auch  die  intensive  Nutzung  von  erneuerbare  Energiequellen  wie  Wasserkraft – Windenergie – Biomasse – Photovoltaik – Solarthermie, beeinträchtigen unsere Umwelt und unseren Lebensraum.

Unternehmen  können  aktiv  auf  den  Verbrauch  am  Standort  Einfluss  nehmen.  Die  Lösung dieser  Aufgabe  ist  nicht  nur  Voraussetzung  für  eine  verbesserte  Effizienz  sondern  auch Bedingung für eine Zertifizierung des Systems nach ISO 50.001. In diesen Fällen muss eine effiziente Nutzung von Energie nachgewiesen werden.

Unternehmensprofil

Das europäische Parlament hat mit der Verabschiedung der Energie Effizienz Richtlinie im Jahr 2012 ein klares Signal zur Senkung des Energieverbrauchs und Steigerung der Energieeffizienz gesetzt. In allen europäischen Ländern muss bis Mitte 2014 in nationales Recht umgesetzt werden.

Ein wirksames Energiemanagementsystem hilft somit auch allen Stake Holder ein klares Signal und stärkt das Ansehen des Unternehmens intern und extern.

Rechtliche Bestimmungen

Der  Aufbau  eines  Rechtsregisters  gibt  Klarheit  über  die  mit  Energiefragen  verbundenen Rechtsmaterien.  Neben  der  Kurzbeschreibung  der  Gesetzeslage  hilft  es  einem  auch  den Überblick über die wiederkehrenden Prüfungen zu bewahren.

 


Im nächsten Teil unserer Serie „ISO 50.001 Grundlagen des Energiemanagements“ beschäftigen wir uns mit der Analyse schon bestehender Systeme.