Energiesparen durch Fernwärmelastoptimierung

Die Fernwärme transportiert die Wärmeenergie in Form von heißem Wasser zu den Anlagen. Wasser ist mit seiner großen spezifischen Wärmekapazität als Medium für den Wärmetransport gut geeignet. Beim Verbraucher erfolgt die Wärmeübergabe mit Hilfe einer Übergabestation. Für Unternehmen setzt sich der Tarif aus Arbeitspreis (nach Verbrauch) und Leistungspreis (nach Anschlußleistung) zusammen.
Beispiel FernwärmelastoptimierungDie Optimierung der Fernwärmekosten hat zwei wesentliche Punkte:

  1. Anschlussleistung
  2. Spreizung der Anlage / hydraulischer Abgleich

1) Anschlussleistung:

Analysieren Sie den Anschlusswert und achten auf folgende Punkte: Nehmen Sie den Jahresverbrauch (kWh oder MWh) und brechen Sie diesen durch den Anschlusswert (kW oder MW). Der Wert ergibt die Volllaststunden – h der Anlage. Liegen die Werte unter den nachfolgenden Richtwert, so ist eine Detailmessung – Lastgangmessung sinnvoll.
Richtwert:

  • nur Heizung –1.600 h
  • Heizung und Warmwasser – 2.500 h
  • Prozesswärme – gleichmäßiger Betrieb – 3.500 h

2) Spreizung der Analge / hydraulischer Abgleich:

Die Temperaturspreizung über den Kreislauf sollte so groß wie möglich sein und ist ein wichtiger Parameter für den hydraulischen Ablgleich. Erreich die Temperaturspreizung nicht die in den Planungsunterlagen angegeben Werte, so ist eine hydraulischer Abgleich vorzunehmen. Die Rücklauftemperatur sollte kleiner 40°C sein (abhängig von der Anlage).